Das Geheimnis einer glücklichen Paarbeziehung

Eine glückliche Paarbeziehung lebt davon, dass jeder dem anderen etwas Gutes gibt und der andere es nimmt und seinerseits etwas Gutes zurückgibt - und zwar zur Vorsicht ein bisschen mehr, als er bekommen hat, so dass der andere auch wieder zum Geben animiert wird. Auf keinen Fall sollte ein Partner mehr geben, als er zu nehmen bereit ist, und er sollte auch nicht mehr geben, als der andere nehmen kann.

Am Anfang einer Partnerschaft ist der Austausch von Gutem meist leicht. Geschehen dann die ersten unvermeidlichen Kränkungen und Verletzungen, kommt oft ein Austausch im Negativen in Gang, und schließlich ist das Kapital, das am Anfang der Beziehung da war, verbraucht.

Für den Umgang mit Verletzungen gilt : Verzeihen ist höchst problematisch, weil sich der Verzeihende über den anderen stellt - er fühlt sich als der Bessere. Dadurch wird die Ebenbürtigkeit verletzt. Keiner darf sich als der Bessere fühlen.

Wenn der andere mir etwas Böses angetan hat, muss ich ihm auch etwas Böses zurückgeben - zur Vorsicht aber ein bisschen weniger, damit der Austausch von Gutem wieder in Gang kommt.

Voraussetzung für die Möglichkeit eines Ausgleichs von Geben und Nehmen zwischen zwei Partnern ist, dass sie nicht in ihrem jeweiligen System verstrickt sind, dass sie sich als erwachsene Menschen gegenübertreten können und nicht der Mann eine Mama oder die Frau einen Papa im jeweiligen Partner sucht und braucht. Sind sich der Mann und die Frau ebenbürtig und gibt es einen lebendigen Austausch von Geben und Nehmen, dann sind die Chancen gut für ein Gefühl von Leichtigkeit in der Beziehung und für das Gelingen einer dauerhaften Liebe.

weiter

zurück

home